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Profis 4. November 2026

„Hatten das Glück nicht auf unserer Seite“

Der VfB legt im Champions League-Auswärtsspiel in Istanbul einen guten Auftritt hin, bleibt nach einem frühen Doppelschlag der Gastgeber trotz größter Bemühungen aber ohne eigenes Tor.

Während den Jungs aus Cannstatt vorne das Glück fehlte, reichten auf der anderen Seite zwei kurze Unachtsamkeiten aus, um das Spiel in Richtung der Gastgeber kippen zu lassen. Dabei fand der VfB in Istanbul sehr gut ins Spiel, strahlte von Beginn an Gefahr über die Flügel aus und verbuchte in Person von Jamie Leweling die erste große Gelegenheit der Partie. Doch der Ball sprang an beide Innenpfosten und anschließend zurück ins Feld. In den Minuten danach entwickelten die Hausherren ihre erste Druckphase, an deren Ende das 0:1 fiel. Drei Minuten später legte Galatasaray den zweiten Treffer nach. Im Anschluss entwickelte sich eine offene Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. „Das Ergebnis zur Halbzeitpause hat nicht dem Spielverlauf entsprochen“, analysierte Sebastian Hoeneß nach Abpfiff.

Belohnung für zweite Halbzeit bleibt aus

Nach dem Seitenwechsel ließ der VfB nur noch wenig zu und arbeitete sich gleichzeitig immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum vor. „Wir haben viel investiert und uns einige Möglichkeiten herausgespielt, die alle nur knapp am Tor vorbeigingen“, befand Chris Führich, der zu den auffälligsten Stuttgartern gehörte und den vermeintlichen Anschluss erzielte. Der Treffer wurde wegen einer vorausgegangenen Abseitsposition Deniz Undavs jedoch aberkannt. „Es wäre spannend gewesen, zu sehen, was passiert, wenn wir auf ein Tor herankommen“, sagte Sebastian Hoeneß angesichts des unermüdlichen Anlaufens seiner Elf. „Wenn man sich die Chancen der zweiten Hälfte anschaut, ist der Spielverlauf bitter und tut natürlich weh, aber ich ziehe meinen Hut und bin stolz auf die Mannschaft. Nach dem Doppelschlag war es schwer, noch einmal zurückzukommen.“

Chris Führich und Ermedin Demirovic richteten den Blick nach dem unglücklichen Spielverlauf direkt wieder nach vorn. „Es war ein gutes Spiel von uns, aber vor dem Tor hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Wir werden weitermachen, auch wenn es heute nicht gereicht hat“, so der Stürmer. Sein Offensivkollege befand, dass die Mannschaft „einige positive Ansätze mitnehmen und nach vorn schauen“ könne. Nach dem guten Start in die UEFA Champions League werde man sich nicht vom Weg abbringen lassen, sagte der Linksaußen.

Zwei Debütanten und ein Comebacker

Trotz des letztlich unbelohnten Auftritts hielt der Abend in Istanbul dennoch einige schöne Geschichten bereit. So kam Tiago Tomas nach längerer Ausfallzeit wieder zum Einsatz, nachdem er aufgrund einer Muskelverletzung seit dem ersten Bundesliga-Spiel in München gefehlt hatte. Nikolas Nartey und Yanik Spalt kamen indes zu ihren Debüts in der UEFA Champions League, wobei sich der junge Österreicher, der früh für den angeschlagenen Atakan Karazor in die Partie kam, ein Sonderlob von Cheftrainer Sebastian Hoeneß verdiente. „Er hat das Herz in die Hand genommen, ein Riesenspiel gemacht und sich heute für weitere Einsätze beworben.“