Der Saisonstart
Mit einer Ausbeute von 15 Punkten und einer Bilanz von vier Siegen, drei Remis und einer Niederlage nach acht Partien erlebt Werder Bremen den besten Saisonstart seit der Spielzeit 2018/2019, als zu diesem Zeitpunkt 17 Punkte und ebenfalls nur eine Niederlage zu Buche standen. Besonders daheim präsentiert sich Werder mit bislang drei Siegen und einem Unentschieden stark, doch auch auswärts gelang beim 3:2 in Mainz kürzlich der erste Auswärtssieg. Die Vorsaison hatte Bremen auf Rang 15 abgeschlossen.
Das Phänomen
Der größte Bremer Trumpf während des Saisonstarts ist ohne jeden Zweifel Niclas Füllkrug. Der derzeit von West Ham United ausgeliehene Stürmer, bei Werder bereits im Nachwuchs sowie später von 2019 bis 2023 am Ball, traf in der Bundesliga bereits neunmal und führt aktuell auch die Torjägerliste an. Der Top-Torschütze der Spielzeit 2022/2023 weist damit bereits mehr als die Hälfte der Treffer auf, die damals zum Gewinn der Torjägerkanone ausreichten (16). Drei seiner neun Tore erzielte Niclas Füllkrug per Strafstoß.
Der Rückhalt
Als Nachfolger des im Sommer zum SC Freiburg abgewanderten Mio Backhaus verpflichtete der SV Werder den zuvor bereits vom FC Arsenal ausgeliehenen Karl Hein fest. Der 24-Jährige hatte seit 2018 verschiedene Nachwuchsmannschaften des Londoner Clubs durchlaufen und bestritt bereits 49 Spiele als Torwart der estnischen Nationalmannschaft, die er in einigen der Spiele auch als Kapitän anführte. Karl Hein, der in der vergangenen Saison bereits zweimal das Werder-Tor in der Bundesliga hütete, hielt beim 2:0 gegen Hoffenheim erstmals in dieser Spielzeit seinen Kasten sauber.
Die Laufstärke
Werder Bremen legte an den bisherigen acht Spieltagen die drittmeisten Laufkilometer aller Bundesliga-Teams zurück. Nur der FC Bayern (996,8 Kilometer) und die TSG Hoffenheim (980,2 Kilometer) spulten eine längere Gesamt-Distanz ab als Werder (972,7 Kilometer). Der VfB belegt mit 954 Kilometern den neunten Platz.
Der Allrounder
Im Sommer verstärkte sich Werder Bremen in Ludovit Reis mit einem vielseitigen Mittelfeldspieler, der sowohl als defensiver Balleroberer als auch kreatives Element im Spiel nach vorn auffällt. Für Aufsehen sorgte sein Transfer von Club Brügge aber vor allem deswegen, weil Ludovit Reis vor seinem Jahr in Belgien mit dem Hamburger SV, wohlgemerkt als Vizekapitän, in die Bundesliga aufgestiegen war.
STADION AKTUELL | Bundesliga 2026/2027 | 9. Spieltag
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