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Profis 6. August 2026

Eine Institution des englischen Fußballs

Der Everton FC hält einen Rekord. Kein Club spielt länger in der ersten Liga des Landes als die Liverpooler. Coach David Moyes soll sie im Idealfall in den internationalen Wettbewerb führen.

Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage – so lautet die Bilanz des Everton FC in der bisherigen Saison-Vorbereitung. Nach einem 4:0-Auftaktsieg gegen den schottischen Erstligisten Dundee FC ließen die „Toffees“ ein torloses Remis gegen die Bolton Wanderers sowie ein 0:1 gegen Stoke City (beide zweite englische Liga) folgen. Am vergangenen Wochenende feierten die Nordengländer einen 2:1-Sieg beim Hamburger SV.

Mit dem Gastspiel beim VfB schnuppern die Liverpooler nun ein zweites Mal „Bundesliga-Luft“ in ihrer Vorbereitung auf die neue Saison, in der der neunmalige englische Meister einen erneuten Angriff auf die europäischen Plätze starten will. In der abgelaufenen Spielzeit, der ersten nach dem Umzug aus dem altehrwürdigen Goodison Park ins Hill Dickinson Stadium, spielte der EFC lange um die Qualifikationsplätze für den Europapokal. Im Schlussspurt fiel der Club aber von Platz acht auf Rang 13 zurück und beendete damit die siebte Saison in Folge in der unteren Tabellenhälfte der Premier League. Mit dem Abstiegskampf hatte Everton anders als in den Vorsaisons hingegen nichts zu tun, was nach einigen Jahren des Bangens für viel Erleichterung bei den Anhängern gesorgt haben dürfte. Seit der Gründung der englischen „Football League First Division“ zur Saison 1888/1889 verbrachten die „Toffees“ nämlich lediglich vier Spielzeiten in der zweiten Liga und sind damit der Club mit der längsten Erstliga-Zugehörigkeit in England.

Mit einem Rückkehrer in kleinen Schritten nach oben

Cheftrainer des Traditionsclubs aus der Fußball-Hochburg Liverpool ist der Schotte David Moyes, der den Club bereits von 2002 bis 2013 in insgesamt 518 Pflichtspielen betreut hatte. Seit Anfang 2025 kamen 61 weitere hinzu. Im Team genießt der 63-Jährige eine hohe Wertschätzung, wie eine Aussage von Außenverteidiger Vitaliy Mykolenko nach dessen Vertragsverlängerung im Juni 2026 untermalt: „Seit der Trainer da ist, finde ich, dass wir uns weiterentwickeln. Er ist ein sehr guter Mensch, was mir wichtig ist – und als Trainer lässt er mir Freiheiten auf dem Platz.“ Die Weiterentwicklung zeigt sich auch an der Punkteausbeute: Unter David Moyes beendete der Club die beiden vergangenen Spielzeiten mit 48 sowie 49 Punkten, was in den vorangegangenen fünf Jahren seit 2019/2020 nur einmal übertroffen worden war (59 Punkte in 2020/2021).

Everton setzt auf Mischung aus Erfahrung und Talent

Bester Torschütze in der abgelaufenen Saison war der aus Guinea-Bissau stammende Beto (27 Jahre), der wettbewerbsübergreifend zehnmal traf. Dahinter folgten Stürmerkollege Thierno Barry (22) und Mittelfeldregisseur Kiernan Dewsbury-Hall (26, beide acht Tore), der mit zusätzlichen sechs Vorlagen zum Topscorer der „Toffees“ avancierte. Zu den Dauerbrennern des EFC gehörten in der abgelaufenen Saison neben National-Keeper Jordan Pickford (31) auch Abwehrspieler James Tarkowski (32) sowie Mittelfeldakteur James Garner (24), der im März 2026 sein Debüt unter Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel gab. Aus der Bundesliga sind des Weiteren der ehemalige Freiburger Merlin Röhl (22) und Adam Aznou (19, früher FC Bayern) bekannt.

Die Saisoneröffnung des VfB

Am Samstag, 8. August 2026, um 17 Uhr, begrüßt der VfB den englischen Premier-League-Club Everton FC in der MHP Arena. Die Partie ist ein Highlight im Rahmen der weiß-roten Saisoneröffnung.

Tickets sind ab sofort im freien Verkauf verfügbar