Der Start
Dem BVB gelang wettbewerbsübergreifend ein (beinahe) makelloser Start in die Saison. Neben drei Siegen in der Bundesliga gegen den Hamburger SV (2:0), die TSG Hoffenheim (3:0) sowie den SC Paderborn (3:0) gewannen die Dortmunder auch ihre Auftaktspiele im DFB-Pokal (5:0 gegen den HEBC Hamburg) und in der UEFA Champions League (3:2 gegen Villarreal). Einzig im Franz-Beckenbauer-Supercup zog die Mannschaft von Niko Kovac gegen den FC Bayern den Kürzeren (1:2).
Der Trainer
Niko Kovac geht nach zwei Qualifikationen für die UEFA Champions League in seine dritte Saison als Cheftrainer bei Borussia Dortmund und legte mit seinem Team einen Traumstart hin. Dass eine von Niko Kovac trainierte Mannschaft die ersten drei Ligaspiele einer Saison gewinnt, erlebte der 54-Jährige zuvor erst einmal. In der Spielzeit 2018/2019 war er mit dem FC Bayern mit drei Siegen aus drei Spielen gestartet. „Es geht immer darum, Siege einzufahren. Sie geben dir Selbstvertrauen und eine Bestätigung für das, was du Tag für Tag auf dem Trainingsplatz machst. Das ist die Arznei, die du als Fußballer brauchst“, sagte der BVB-Coach nach dem 3:0-Sieg gegen den SC Paderborn.
Die Neuzugänge
Im Sommer ergänzte der BVB seinen Kader um einige vielversprechende Profile. Neben Giannis Konstantelias (23), der sich im ersten Bundesliga-Spiel am Kreuzband verletzte und lange ausfällt, holten die Dortmunder in Konstantinos Karetsas (18) noch einen zweiten Griechen für die Offensive. Außerdem kamen Joey Veerman (27) für die Zentrale, Joane Gadou (19) und Kaua Prates (18) für die Abwehr sowie die Kreativspieler Ethan Nwaneri (19) und Justin Lerma (18).
Das Sturmduo
Zwei Dortmunder kamen zum Start in die neue Saison direkt in Fahrt: Fabio Silva traf in beiden Bundesliga-Einsätzen 2026/2027 und damit auch erstmals in zwei Bundesliga-Spielen am Stück. Der Portugiese schoss damit schon genauso viele Tore wie in der kompletten Vorsaison in 28 Liga-Spielen. Beide Saisontore wurden ihm von Serhou Guirassy aufgelegt, der mit vier Torbeteiligungen geteilter Topscorer der noch jungen Bundesliga-Saison ist (je zwei Tore und Assists). Der frühere Stuttgarter lobt die Beziehung zu seinem Offensivpartner: „Wir haben eine ähnliche Spielweise und es ist einfach, mit so einem Spieler auf dem Feld zu harmonieren. Wenn ich mit Fabio zusammenspiele, dann weiß ich, dass er einen vielseitigen Spielstil sowie eine gute Ballkontrolle und einen tollen Abschluss hat.“
Die Historie
Neun Punkte und eine Tordifferenz von 8:2: Dass der BVB einen makellosen Bundesliga-Start mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen hinlegt, kam letztmals in der Saison 2015/2016 vor. Damals, als Thomas Tuchel die Dortmunder trainierte, stand nach drei Spielen sogar eine Differenz von zehn Toren (11:1) zu Buche. Am sechsten Spieltag ließ der BVB schließlich erstmals Punkte liegen und wurde am Ende der Saison mit 78 Punkten Zweiter – die bis heute punktstärkste Vizemeister-Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.