Es sind Zahlen, die seine Verdienste sichtbar machen. 103-mal Bundesliga, zehnmal DFB-Pokal, dreimal UEFA Champions League, elfmal UEFA-Cup. Und allen voran der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2007 – unter anderem zusammen mit Christian Gentner, der inzwischen als Sportdirektor des VfB agiert. „Ich habe das Glück, noch immer zur VfB-Familie gehören zu dürfen“, sagt Ludovic Magnin. Von 2005 bis 2010 trug er das Trikot mit dem roten Brustring, war als Linksverteidiger bekannt und geschätzt. Damals wie heute hat der VfB einen festen Platz in seinem Herzen. Und das gilt auch andersherum.
Als Trainer immer besser werden
Bis Januar 2026 betreute er den FC Basel. Seit seiner Freistellung nutzt er die Zeit, um sich fortzubilden. „Für einen Trainer ist es immer wichtig, neue Ideen zu gewinnen, frische Impulse zu holen und immer besser zu werden“, erzählt der Schweizer. In dieser Woche absolviert er eine besondere Hospitation: Er verfolgt die Arbeit von Trainerkollege Sebastian Hoeneß aus nächster Nähe und erlebt, wie der Club aus Cannstatt inzwischen agiert. „Es ist etwas Besonderes, den VfB nach all den Jahren mal wieder so intensiv erleben und hinter die Kulissen schauen zu dürfen – ich bin sehr dankbar, dass ich diese Hospitation machen darf“, sagt Ludovic Magnin.
Es ist gar nicht so lange her, knapp ein Jahr, da traf er mit seinem ehemaligen Club auf den VfB. UEFA Europa League-Ligaphase, zweiter Spieltag, 2. Oktober 2025. Der FC Basel – mit Coach Ludovic Magnin an der Seitenlinie – gewann 2:0. „Der VfB hat unter Sebastian Hoeneß eine sehr klare Idee, wie er Fußball spielen möchte, das ist sehr beeindruckend“, sagt der 47-Jährige: „Ich bin mir sicher: Wäre unser Spiel in der Europa League zehn Minuten länger gegangen, hätte der VfB mindestens noch ein Tor erzielt und wäre herangekommen. Das Team kann sehr viel Power und Druck entfachen.“
„Direkt wieder den Anschluss nach oben herstellen“
Eigenschaften, die auch am Samstag, 19. September 2026, gefragt sein werden. Zur Top-Spiel-Zeit um 18.30 Uhr empfangen die Jungs aus Cannstatt in der heimischen MHP Arena die Gäste von Borussia Dortmund. Es ist eine Bundesliga-Partie, auf die mit Spannung geblickt wird. Auch von Ludovic Magnin: „Es ist immer besonders, gegen Dortmund anzutreten – für den VfB bietet sich die Chance, direkt wieder den Anschluss nach oben herzustellen.“
Ob der Schweizer bald auch wieder selbst als Trainer arbeiten möchte? „Ja, schon“, sagt er, aber er mache sich keinen Zeitdruck: „Wichtiger als das Land oder die Liga ist, dass es ein Club mit klarer Philosophie und guter Vereinsführung ist.“ Dass bei seiner nächsten Station auch ein paar Erkenntnisse aus der VfB-Hospitation einfließen, ist gut möglich. Schließlich trägt Ludovic Magnin den Brustring an jedem Ort im Herzen.