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Legends 27. Oktober 2026

100 Jahre Otto Baitinger

Anlässlich seines 100. Geburtstages am 27. Oktober erinnert der VfB Stuttgart an seinen im Oktober 1996 verstorbenen Spieler Otto Baitinger, eine der größten Persönlichkeiten in der weiß-roten Vereinsgeschichte.

Er stand nie besonders im Rampenlicht, obwohl er dies angesichts seiner sportlichen Leistungen mehr als verdient gehabt hätte. Otto Baitinger, der legendäre Halbrechte des VfB Stuttgart, ließ lieber seine Taten auf dem Platz für sich sprechen, die ihm und dem Verein zwei Deutsche Meistertitel, eine Vizemeisterschaft sowie einen DFB-Pokalsieg einbrachten. Dabei hätte er, wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, niemals das Trikot mit dem roten Brustring übergestreift, da Otto Baitinger eigentlich fest in der familieneigenen Metzgerei sowie bei dessen Heimatverein – der Sportvereinigung Feuerbach – eingeplant war. Der VfB-Erfolgstrainer Georg Wurzer benötigte daher einige Anläufe und seine ganze Überzeugungskunst, um Otto Baitinger im Jahr 1949 von Feuerbach nach Bad Cannstatt zu lotsen, wo sein fußballerischer Werdegang schon früh begonnen hatte.

Auf dem Cannstatter Wasen hatte der ebenso schussstarke wie leichtfüßige Halbrechte unmittelbar einen Stammplatz in der VfB-Offensive inne. Aufgrund seiner Vielseitigkeit flexibel in der Offensive einsetzbar, entwickelte er sich zum Dauerbrenner im Spiel von VfB-Trainer Georg Wurzer, verpasste in seinen ersten drei Jahren keine einzige Partie und bewies dabei konstant seine große Torgefährlichkeit, mit der er manch wichtiges Spiel für die weiß-roten Farben Stuttgarts entschied. So sorgte Otto Baitinger unter anderem mit zwei Toren im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1952 fast im Alleingang für den 3:2-Triumph gegen den 1. FC Saarbrücken und den Gewinn des zweiten großen Titels in der Vereinsgeschichte des VfB.

Otto Baitinger, der 1955 nach sechs Jahren, 203 Spielen und 99 Toren seine aktive Karriere beendete, gilt heute als einer der entscheidenden Protagonisten im Spiel des in der ersten Hälfte der 1950er Jahre so erfolgreich aufspielenden VfB Stuttgart und wird völlig zu Recht in einem Atemzug mit Spielern wie Robert Schlienz, Erich Retter, Richard Steimle, Kalli Barufka und Rolf Blessing genannt. Der gute Ruf des VfB Stuttgart wurde in den 1950er Jahren geschaffen. Otto Baitinger war hierfür maßgeblich verantwortlich.