Nach seinen drei Scorerpunkten im Auftaktspiel der Gruppe E gegen Curacao lieferte VfB-Stürmer Deniz Undav auch in der zweiten WM-Partie gegen die Elfenbeinküste als „Joker“ ab. Nach einer Stunde für Jamal Musiala eingewechselt, sammelte der 29-Jährige nicht nur weitere 30 WM-Minuten und schraubte sein Konto somit auf insgesamt 56 Minuten, sondern war mit zwei Toren auch noch der entscheidender Faktor für den letztlich knappen Sieg.
Mit seinen Länderspieltoren acht und neun im elften Länderspiel sicherte sich Matchwinner Deniz Undav zudem die „Man of the Match“-Tröphäe nach dem Spiel.
Auch Jamie Leweling eingewechselt
Die Ivorer schockten die DFB-Auswahl zunächst in Person von Franck Kessie, sodass es mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging. Nach exakt einer Stunde kamen dann mit Deniz Undav und Jamie Leweling bei einem Dreierwechsel gleich zwei VfB-Akteure ins Team und brachten frischen Schwung. Für Leweling war es der erste Einsatz beim Turnier. Deniz Undav sorgte nach seinem Treffer und seinen beiden Assists gegen Curacao gegen die Elfenbeinküste per Doppelpack fast im Alleingang für späten Sieg. In Minute 68 verwandelte er eine Vorlage des ebenfalls eingewechselten Mainzers Nadiem Amiri per Linksschuss zum 1:1 und in der Nachspielzeit schickte Felix Nmecha Deniz Undav steil und jener bedankte sich mit dem 2:1-Siegtreffer.
VfB-Stürmer Deniz Undav:
Wir haben nach dem Gegentor eine Schippe draufgelegt.
„Momentum auf unsere Seite gedreht“
Deniz Undav sagte nach seinem Doppelpack: „Das Wichtigste war, dass wir gewonnen haben. Wir haben nach dem Gegentor eine Schippe draufgelegt. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit viel Druck aufs Tor gemacht. Es war klar, dass vielleicht irgendwann das Tor fällt. Und für mich selber war klar, wenn ich reinkomme, werde ich wahrscheinlich einen Ball bekommen, den muss ich dann nutzen. Und dass es direkt mit der ersten Aktion geklappt hat, hat das Momentum nochmal auf unsere Seite gedreht und danach war Dauerdruck. Natürlich ist die Elfenbeinküste sehr, sehr stark in den Umschaltsituationen. Da mussten wir ein paar Mal richtig zulangen. Wir haben vielleicht auch etwas Glück gehabt, dass sie ein paar Mal den Ball nicht richtig getroffen haben. So hat es perfekt gepasst.“
Bundestrainer Julian Nageslamm war nach dem Spiel voll des Lobes für Deniz Undav: „Ich bin sehr stolz auf die Spieler, die reingekommen sind. Alle haben es sehr, sehr gut gemacht. Es waren zwei Toptore von Deniz, er ist einfach ein Vollblutstürmer. Er macht zwei super Tore, ohne Nachdenken. Er weiß, wo das Tor steht, der Siegtreffer war Wahnsinn. Es war emotional. Jeder Spieler hat heute seine Wertigkeit gespürt - die Gruppe hat sich den Sieg erarbeitet.“
Gruppensieg bereits sicher
Durch den Last-Minute-Erfolg hat die deutsche Nationalmannschaft mit sechs Punkten auf der Habenseite das Sechzehntelfinale sicher erreicht und ist nach dem torlosen Remis zwischen Ecuador und Curacao auch Gruppensieger. Im letzten Gruppenspiel gegen die Südamerikaner am Donnerstag, 25. Juni, 22.00 Uhr, kann im MetLife Stadium in New York noch der dritte Sieg eingefahren und die weiße Weste bewahrt werden.
Die WM 2026 und der VfB
Der VfB wird auf seiner Website und seinen Social-Media-Kanälen regelmäßig von dem WM-Turnier berichten – mit Fokus auf die teilnehmenden VfB-Profis.