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Historie

VfB Saison 2001/2002

Wir blicken auf vergangene Spielzeiten des VfB in der Bundesliga zurück. Heute: aus der Not eine Jugend.

Nach dem nur knapp verhinderten Abstieg in der Vorsaison sollte es beim VfB in der Spielzeit 2001/2002 wieder langsam aufwärts gehen. Angesichts der klammen Kassen war das Streben nach Konsolidierung jedoch eine schwierige Aufgabe. In dieser Situation schüttelte der VfB jedoch einen Trumpf aus dem Ärmel und setzte verstärkt auf Spieler aus der eigenen Jugend.

Neun teilweise erfahrene Spieler hatten den VfB vor Saisonbeginn verlassen. Außer Fabio Morena und Robert Vujević von den VfB Amateuren sowie Kevin Kuranyi aus der VfB Jugend standen den Abgängen keine weiteren Verstärkungen gegenüber. Hinzu kam, dass Spieler wie Timo Hildebrand, Andreas Hinkel, Alexander Hleb, Christian Tiffert sowie Timo Wenzel erst am Anfang ihrer Profikarriere standen. Mit einer der jüngsten Mannschaften der Bundesliga wollte der VfB nun einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen. VfB Trainer Felix Magath sah die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt und sprach angesichts dieser großen Herausforderung von einer „dankbaren Aufgabe, die vielen jungen Spieler im Kader auszubilden“.

Der Auftakt in die Bundesligasaison 2001/2002 verlief jedoch alles andere als vielversprechend. In den ersten drei Begegnungen gelang den Jungs aus Cannstatt kein Treffer und der VfB fand sich mit lediglich zwei Punkten auf der Habenseite auf dem 16. Tabellenplatz wieder. Am vierten Spieltag sollte jedoch die Sturmflaute ihr Ende finden. Ein glänzend aufgelegter Alexander Hleb bereitete drei von vier VfB Treffer beim 4:2-Sieg beim 1. FC Nürnberg vor und sorgte für den ersten VfB Erfolg in der Fremde nach nunmehr 15 Monaten. Diesem Sieg folgte eine kleine Serie von weiteren drei Spielen ohne Niederlage, bevor sich bis zum 13. Spieltag Heimsiege und Auswärtsniederlagen in schöner Regelmäßigkeit abwechselten. In der Folge riss der Faden von Magaths Truppe ein wenig und dem VfB gelang in den bis zur Winterpause noch ausstehenden fünf Partien kein Sieg mehr. Dennoch überwinterte das Team von Felix Magath auf Tabellenplatz zehn der Bundesliga und trotz des zwischenzeitlichen Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den TSV München 1860 nach Elfmeterschießen schienen die gesteckten Saisonziele durchaus erreichbar.

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Fernando Meira in seinem ersten VfB Pflichtspiel

Aus der Not eine Jugend


In der Winterpause verstärkte der VfB mit dem portugiesischen Nationalspieler Fernando Meira seine Defensive und startete mit zwei Siegen gegen den Hamburger SV und Werder Bremen in die Rückrunde. Nunmehr in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen geraten, verpasste es der VfB durch eine Ausbeute von lediglich vier Punkten aus den folgenden sieben Spielen zunächst, sich näher an die Spitzengruppe der Bundesliga heranzupirschen. Dies gelang der Mannschaft von Trainer Felix Magath erst wieder durch eine beeindruckende Serie zum Ende der Bundesligaspielzeit 2001/2002. Drei Siege in Folge – darunter ein beeindruckender 3:2-Heimsieg gegen den späteren Deutschen Meister Borussia Dortmund – sorgten dafür, dass der VfB am 31. Spieltag noch einmal nach oben schielen konnte. Allerdings reichten drei Remis in Folge und ein 4:3-Sieg am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern letztlich nicht, um sich direkt für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Platz acht am Ende der Bundesliga-Spielzeit ließ dem VfB dennoch die Chance, sich durch die Teilnahme am UI-Cup nachträglich einen Platz in einem europäischen Wettbewerb zu sichern.

Der vor Saisonbeginn angepeilte gesicherte Mittelfeldplatz war im gesamten Saisonverlauf jedoch nie wirklich in Gefahr geraten. Vielmehr hatte die junge Mannschaft mehrfach die Möglichkeit zu einem Sprung auf die internationalen Plätze nur knapp verpasst. Dies war vor allen der deutlich stabilisierten Defensive der Jungs aus Cannstatt zu verdanken, die lediglich 43 Gegentreffer zuließ (sechstbester Wert in der Liga). Dass es am Ende nicht zu mehr reichte, lag in der mangelnden Durchschlagskraft der VfB Offensivabteilung begründet. Zehn Mannschaften der Bundesliga erzielten im Saisonverlauf mehr Tore als die Mannschaft von Trainer Felix Magath, was wohl der (noch) fehlenden Abgeklärtheit der vielen jungen Spieler des VfB geschuldet war.

Fakten zur Saison 2001/2002

  • Im Schnitt besuchten in der Saison 2001/2002 rund 27.000 Fans die Heimspiele des VfB im Gottlieb-Daimler-Stadion
  • Der Wintertransfer von Fernando Meira war seinerzeit der teuerste Einkauf in der VfB Geschichte
  • Mit zehn Treffern war Ioan Viorel Ganea der erfolgreichste VfB Torschütze der Spielzeit 2001/2002

In der Spielzeit 2001/2002 eingesetzte Spieler:

Timo Hildebrand, Thomas Ernst; Adhemar, Krassimir Balakov, Marcelo José Bordon, Marvin Braun, Bradley Carnell, Sean Dundee, Jochen Endreß, Ioan Viorel Ganea, Heiko Gerber, Steffen Handschuh, Andreas Hinkel, Alexander Hleb, Steffen Kocholl, Kevin Kurányi, Rui Marques, Fernando Meira, Silvio Meißner, Michael Rundio, Jochen Seitz, Zvonimir Soldo, Christian Tiffert, Jens Todt, Robert Vujević, Timo Wenzel.

Trainer: Felix Magath

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