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Historie

VfB Saison 1999/2000

Wir blicken auf vergangene Spielzeiten des VfB in der Bundesliga zurück. Heute: ein Saisonverlauf mit Aufs und Abs.

Stabilität und Kontinuität sollten in der Bundesliga-Spielzeit 1999/2000 beim VfB Einzug halten. Doch glich der Saisonverlauf einem ständigen Auf und Ab, an dessen Ende es noch einmal spannend werden sollte.

Drei Trainer hatte der VfB in der abgelaufenen Saison verschlissen, der vierte war geblieben. Mit Ralf Rangnick, der den Klassenerhalt mit der Mannschaft gerade noch erreicht hatte, sollte beim VfB nun sowohl Ruhe als auch frischer Wind einkehren. Dies äußerte sich unter anderem darin, dass insgesamt zwölf Spieler den Verein vor oder während der Spielzeit verlassen mussten, die durch elf neue Kräfte ersetzt wurden. Rangnick – bereits früher schon im Nachwuchsbereich des VfB in verschiedenen Positionen erfolgreich tätig – wollte daraus „eine Mannschaft mit gemeinsamen Zielen, die miteinander durch dick und dünn geht“ formen. Um dies nachhaltig zu gewährleisten, strebte der Trainer zudem ein einheitliches Zukunftskonzept an, in dem von der Spitze durch alle Jugendmannschaften hindurch eine einheitliche Spielphilosophie verfolgt werden sollte.

Der Auftakt in die Bundesligaspielzeit ging zunächst gründlich schief. In den ersten vier Spielen blieb die Mannschaft mit dem roten Brustring ohne dreifachen Punktgewinn. Dabei konnte der VfB nur einen Punkt und ein Tor auf der Habenseite verbuchen und fand sich vom zweiten bis zum vierten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Mit drei Siegen in Folge – darunter ein 1:0-Erfolg beim FC Bayern München – katapultierte sich Rangnicks Team sodann aber wieder ins Mittelfeld der Tabelle. Dieser hoffnungsvolle Zwischenspurt geriet aber anschließend wieder unvermittelt ins Stocken: Nach zwei Heimniederlagen und nur einem Remis bei Hertha BSC rutschte der VfB wieder in untere Tabellenregionen ab. Ebenso plötzlich wandte sich das Blatt jedoch erneut zugunsten der Weiß-Roten. In den noch bis zur Winterpause ausstehenden sieben Partien gelangen dem VfB fünf Siege, darunter bei den schweren Auswärtsspielen in Wolfsburg und Freiburg.

Zur Saisonhalbzeit konnte sich die VfB Bilanz somit durchaus sehen lassen. Trotz des knappen Ausscheidens im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Hansa Rostock kurz vor Weihnachten, hatte sich die Truppe von Trainer Ralf Rangnick auf den sechsten Rang der Bundesligatabelle gespielt und somit im Rennen um die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb aussichtsreich platziert.

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Krisztian Lisztes erzielte das 2:0 gegen den FCB

Auf und Ab in der Rückrunde

Der Verlauf der Rückrunde der Bundesligaspielzeit 1999/2000 ähnelte dem der Vorrunde stark. Nach vier Niederlagen zum Auftakt kam der VfB wieder in die Spur und feierte am 23. Spieltag den zweiten Sieg gegen den FC Bayern München in dieser Saison. In der Folge ging diese Achterbahnfahrt munter weiter, wobei der VfB nie den Kontakt zu den internationalen Rängen abreißen ließ. Vor dem letzten Spieltag hatten die Weiß-Roten dann auch nur zwei Zähler Rückstand auf einen UEFA-Cup-Platz.

Am letzten Spieltag schien dann zunächst alles für den VfB zu laufen. Die direkten Konkurrenten um den begehrten internationalen Platz patzten allesamt und der VfB führte in der 38. Spielminute zwischenzeitlich mit 3:0 gegen Arminia Bielefeld. Unerklärlicherweise endete das Spiel jedoch noch 3:3-Unentschieden. Damit belegte der VfB zu Saisonende den achten Tabellenplatz und hatte die direkte Qualifikation für den UEFA-Cup um einen Punkt knapp verpasst. Dennoch stand der VfB nicht ganz mit leeren Händen da. Denn durch die Teilnahme am UI-Cup im folgenden Sommer blieb immerhin die Chance, sich für diesen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.

Dieses sportliche Abschneiden war letztlich der eklatanten Heimschwäche des VfB geschuldet, die sich über die gesamte Saison hinzog. Für die VfB Fans war der Besuch von Heimspielen in der Spielzeit 1999/2000 wahrlich kein Vergnügen: Lediglich sechs Heimspiele konnten im Saisonverlauf gewonnen werden. Dagegen standen zwei Remis und neun Niederlagen auf eigenem Platz. Durchaus Grund zur Freude gaben hingegen die Partien in der Fremde. Nach Saisonende konnte der VfB auf acht Auswärtserfolge und vier Unentschieden zurückblicken. Nur fünf Mal blieb der VfB dabei ohne Punktgewinn.

Fakten zur Spielzeit 1999/2000

  • Insgesamt fünf gelb-rote Karten für den VfB bedeuteten den Ligahöchstwert.
  • Mit 28 Punkten hatte der VfB die beste Auswärtsbilanz seit der Spielzeit 1982/1983.
  • Die Spielzeit 1999/2000 war die letzte komplette Saison für Gerhard Mayer-Vorfelder als VfB Präsident.

Eingesetzte Spieler der Bundesliga-Spielzeit 1999/2000:

Timo Hildebrand, Achim Hollerieth, Franz Wohlfahrt; Krassimir Balakov, Thomas Berthold, Marcelo José Bordon, Bradley Carnell, Giuseppe Catizone, Didi, Kristijan Djordjevic, Sean Dundee, Jochen Endreß, Ioan Viorel Ganea, Heiko Gerber, Ahmed Salah Hosny, Rüdiger Kauf, Jens Keller, Thomas Kies, Pavel Kuka, Krisztian Lisztes, Roberto Pinto, Sreto Ristic, Thomas Schneider, Zvonimir Soldo, Pablo Thiam, Jens Todt.

Trainer: Ralf Rangnick

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Partner des VfB Stuttgart

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