Donnerstag, 06.11.2008, 18:00 Uhr

 

VfB Stuttgart

Partizan Belgrad

Ergebnis

2 : 0  (0 : 0)

Schiedsrichter
Zuschauer
Pavel Kralovec (CZE)
20.500
Aufstellung
1
Jens Lehmann

3
Ricardo Osorio

7
Martin Lanig

9
Ciprian Marica

13
Pavel Pardo

17
Matthieu Delpierre

19
Roberto Hilbert

21
Ludovic Magnin

25
Elson

33
Mario Gomez

35
Christian Träsch

27
Mladen Bozovic

3
Ivan Stevanovic

4
Nenad Djordjevic

8
Juca

10
Almami Moreira

11
Zoran Tosic

17
Milos Bogunovic

20
Radosav Petrovic

24
Srda Knezevic

26
Lamine Diarra

37
Ivan Obradovic

Tore
76. Min. 1:0  Mario Gomez
80. Min. 2:0  Mario Gomez
    
    
Auswechslungen
63. Min. Roberto Hilbert
  Thomas Hitzlsperger
67. Min. Ciprian Marica
  Cacau
79. Min. Elson
  Arthur Boka
75. Min. Milos Bogunovic
  Veljko Paunovic
83. Min. Juca
  Ljubomir Fejsa
 
 
Karten
42. Min. Roberto Hilbert
 
69. Min. Ivan Obradovic
72. Min. Srda Knezevic
Trainer
Armin Veh
Slavisa Jokanovic
 
 
 
UEFA-Pokal, 06.11.2008

Doppelpack von Gomez

Nach der 1:3-Heimniederlage in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln veränderte VfB-Cheftrainer Armin Veh beim zweiten Gruppenspiel im UEFA-Cup gegen Partizan Belgrad sein halbes Team und berief gleich fünf neue Akteure in die Startelf. Christian Träsch und Ludovic Magnin spielten in der Viererabwehrkette auf den Außenverteidigerpositionen und nahmen damit die Plätze von Khalid Boulahrouz (Muskelfaserriss) und Arthur Boka (Bank) ein. Im Mittelfeld einer 4-4-2-Formation mit Raute kamen derweil Martin Lanig und Elson zum Zug und im Angriff spielte Ciprian Marica an der Seite von Mario Gomez. Der Nationalspieler trug indes auch die Kapitänsbinde von Thomas Hitzlsperger, der genauso nur auf der Bank saß wie Cacau. Sami Khedira fiel aufgrund eines grippalen Infektes aus. Kurz vor Anpfiff musste dann auch noch Serdar Tasci wegen einer Oberschenkelverhärtung passen. Dafür rutschte Ricardo Osorio ins VfB-Team.
Gut zwei Minuten waren gespielt, als Christian Träsch über den rechten Flügel in den Strafraum eindrang und Srda Knezevic zu einer Rettungstat in höchster Not zwang, die um ein Haar nach hinten losgegangen wäre. Denn der Innenverteidiger der Gäste klärte zur Ecke und hätte den Ball dabei fast im eigenen Kasten versenkt. Martin Lanig versuchte es kurz danach aus der Distanz und setzte die Kugel knapp über den Querbalken. Der VfB blieb das aktivere Team und so suchte Pavel Pardo mit einem Zuspiel Ciprian Marica, der freie Bahn gehabt hätte, letztlich aber nicht an den Ball kam, da ein Gäste-Verteidiger den Pass des Mexikaners per Kopf gerade noch klären konnte. Nach etwas mehr als zehn Minuten tauchte dann auch Partizan das erste Mal vor dem VfB-Tor auf. Milos Bogunovic passte aus halblinker Position in den Strafraum auf Lamine Diarra, dessen Schuss jedoch noch erfolgreich abgeblockt werden konnte. Die Antwort des VfB folgte jedoch prompt. Roberto Hilbert flankte von rechts in den Strafraum, wo Martin Lanig per Kopf verpasste und Ciprian Marica den Ball deshalb artistisch, letztlich jedoch nicht Ziel führend verwerten konnte.

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Anschließend passte Lanig dann in die Gasse zu Mario Gomez, dessen flachen Abschluss der herausstürzende Mladen Bozovic gerade noch parieren konnte.

Nach 25 Minuten kam Belgrad auf

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hob schließlich Elson einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum und fand den Kopf von Martin Lanig, der jedoch nur den rechten Pfosten des Belgrader Kastens traf. Auch nach einer Ecke fehlte nicht viel und der Ball wäre im Tor gelegen. Nach einem Kopfballduell kam Mario Gomez nahezu ungehindert zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch zunächst mit vereinten Kräften geklärt. Martin Lanig setzte nach und hatte die Kugel auch schon an Mladen Bozovic vorbeigebracht, doch ein Verteidiger der Gäste konnte den Ball noch vor der Torlinie aus der Gefahrenzone schlagen. Es spielte zunächst weiter nur die Veh-Elf und Ciprian Marica gehörte die nächste klare Möglichkeit. Der Rumäne köpfte eine Flanke von Elson hauchdünn über die Latte. Wie aus dem Nichts kam Belgrad Mitte des ersten Durchgangs dann aber auch zu einer guten Chance. Lamine Diarra setzte per Hackentrick Milos Bogunovic in Szene, der in halblinker Position freistehend zum Glück des VfB letztlich klar verzog. Der VfB war nach einer guten halben Stunde im Defensivzweikampf dann nicht mehr so konzentriert wie zu Beginn, weshalb sich den Serben Räume boten, die diese jedoch nicht nachhaltig genug zu nutzen wussten. So war es nach 32 Minuten abermals Milos Bogunovic, der im Strafraum eine Kopfballchance in guter Position fast schon fahrlässig vergab. Dies galt auch für Zoran Tosic nach einer Kopfballvorlage von Juca. Partizans Spieler mit der Nummer 11 drosch die Kugel frei vor Jens Lehmann klar über das VfB-Gehäuse. Das Spiel flachte bis zur Pause immer mehr ab und mit Ausnahme eines Konters Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als die Belgrader zu viel Platz hatten, sich am Ende aber selbst ausspielten, gab es keine nennenswerten Möglichkeiten mehr, so dass es torlos in die Kabinen ging.

Späte Tore sicherten den Sieg

Ohne Wechsel setzten beide Teams die Partie nach der 15-minütigen Unterbrechung zunächst fort. Und der VfB hatte gleich wieder eine brauchbare Möglichkeit. Mario Gomez und Martin Lanig verpassten am langen Pfosten eine Freistoßflanke von Elson nur hauchdünn. Auf der anderen Seite kam Lamine Diarra in halblinker Position zum Abschluss, konnte damit jedoch Jens Lehmann nicht vor Probleme stellen. Eine knappe Stunde war in der Mercedes-Benz Arena gespielt, als Mario Gomez 25 Meter vor dem Tor nur durch ein Foulspiel gebremst werden konnte. Den fälligen Freistoß zirkelte Elson sehenswert aufs Tor, wo Mladen Bozovic gerade noch die Finger an den Ball bekam und das Spielgerät mit letztem Einsatz an die Latte lenken konnte. Kurz danach flankte Ludovic Magnin von der linken Seite auf Mario Gomez, dessen Direktabnahme Bozovic jedoch klären konnte. Sekunden später ließ der Keeper der Serben einen Flankenball von Ciprian Marica prallen, doch Gomez war zu überrascht, um daraus Kapital schlagen zu können. Anschließend wechselte Armin Veh erstmals aus und ersetzte im Mittelfeld Roberto Hilbert durch Thomas Hitzlsperger. Und wenig später kam auch noch Cacau für Ciprian Marica auf den Platz. Die nächste dicke Gelegenheit hatte Mario Gomez 18 Minuten vor dem Ende. Elson hob einen Freistoß vom rechten Strafraumeck genau auf den Kopf des VfB-Angreifers, doch Mladen Bozovic verhinderte mit einer Glanztat das durchaus mögliche Gegentor. Doch selbst wenn Gomez getroffen hätte, wäre es beim torlosen Remis geblieben, da der Schiedsrichter zuvor ein Foulspiel ausgemacht hatte. Bei Belgrad kam eine Viertelstunde vor dem Ende der Ex-Hannoveraner Veljko Paunovic zum Einsatz. Er ersetzte Milos Bogunovic. Der neue Mann stand gerade auf dem Platz, als Mario Gomez zunächst eine Ecke über das Tor köpfte und Sekunden später dann endlich ins Schwarze traf. Ein weiter Ball von Ricardo Osorio wurde von den Serben nicht richtig geklärt und landete vor den Beinen des VfB-Goalgetters, der mit links aus 20 Metern zum 1:0 ins rechte untere Eck traf. Elf Minuten vor Schluss musste Elson nach einem unglücklichen Zweikampf dann angeschlagen vom Platz. Für den Brasilianer kam Arthur Boka und Sekunden später traf Mario Gomez erneut. In einer ähnlichen Situation wie beim 1:0 zog der Nationalstürmer aus der Distanz ab und versenkte den Ball zum zweiten Mal im Belgrader Kasten. Gäste-Trainer Slavisa Jokanovic wechselte derweil sieben Minuten vor Schluss ebenfalls nochmals aus und brachte Ljubomir Fejsa für den Brasilianer Juca. Die nächste Chance gehörte Cacau nach einem Zuspiel von Arthur Boka, aber der Brasilianer setzte die Kugel aus spitzem Winkel letztlich nur an das Außennetz. In der Nachspielzeit köpfte schließlich Lamine Diarra noch knapp am VfB-Kasten vorbei.

Der VfB begann stark und erarbeitete sich in den ersten 25 Minuten nicht nur ein optisches Übergewicht, sondern auch gute Chancen. Mit der ersten Möglichkeit der Gäste folgte dann jedoch im Spiel der Veh-Elf ein Bruch, der bis zur Pause zu einigen bangen Momenten führte, da in der Defensive die Abstimmung und Aggressivität fehlte. In Durchgang zwei hatte der VfB das Geschehen dann weitgehend unter Kontrolle, musste sich aber bis zu den erlösenden Treffern von Mario Gomez letztlich lange gedulden. Durch den Sieg gegen Partizan hat der VfB weiter alle Möglichkeiten auf das Erreichen der Zwischenrunde.

Stimmen zum Spiel Top

Eine Zusammenfassung des überzeugenden Auftritts der Veh-Elf mit den zwei späten Treffern von Mario Gomez gibt es bei vfbtv im Videostream zu sehen.

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