| Bundesliga | DFB-Pokal | Champions League | Länderspiele |
| 1. Runde | 2. Runde | Achtelfinale | Viertelfinale | Halbfinale | Finale |
Samstag, 01.08.2009, 17:30 Uhr
| Ergebnis |
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1 : 4 (1 : 0) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Michael Kempter (Sauldorf) |
15.000 |
| Aufstellung | |
|---|---|
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1
Kevin Kraus
2
Dennis Grab
5
Fabian Aupperle
8
Michael Deiß
10
Abedin Krasniqi
11
Shaban Ismaili
13
Rüdiger Rehm
14
Nicolo Mazzola
15
Manuel Wengert
17
Martin Cimander
25
Patrick Marschlich
|
1
Jens Lehmann
5
Serdar Tasci
7
Martin Lanig
9
Ciprian Marica
11
Thomas Hitzlsperger
13
Timo Gebhart
16
Sebastian Rudy
17
Matthieu Delpierre
18
Cacau
21
Ludovic Magnin
35
Christian Träsch
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| Tore | |||||||||||||||||||||||||
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Trainer | |
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Jürgen Hartmann
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Markus Babbel
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Es war im Vorfeld schon absehbar, dass diese Aufgabe alles andere als ein Selbstläufer werden würde. Der VfB tat sich in der Erstrundenbegegnung im DFB-Pokal gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Viertligisten SG Sonnenhof Großaspach im ersten Durchgang sehr schwer und geriet sogar durch den Ex-VfB-Akteur Shaban Ismaili in Rückstand. Erst ein Treffer von Thomas Hitzlsperger aus der zweiten Reihe in der 55. Minute brach den Bann und die Aktionen gingen leichter von der Hand. Denn kurze Zeit später sorgten Cacau und der hereingekommene Jan Simak mit einem Doppelpack für klare Verhältnisse.
Im Vergleich der Anfangsformationen des Testspiels zwischen den beiden Teams vor drei Wochen waren es insgesamt nur acht von den heutigen 22 Akteuren, die damals schon aufeinandertrafen. Beim VfB waren dies nur drei. Matthieu Delpierre, Martin Lanig und Timo Gebhart machten schon Bekanntschaft mit fünf Sonnenhof-Kickern, die SG-Coach Jürgen Hartmann auch in der Pflicht aufs Feld ließ, um das Spiel ihres Lebens zu machen. Die Equipe des VfB blieb unverändert zum guten letzten Probelauf bei der SpVgg Greuther Fürth vor einer Woche. Demnach ging VfB-Cheftrainer Markus Babbel keinerlei Risiko ein und schickte das bestmögliche und noch neuzugangsfreie Aufgebot ins Pokal-Rennen. Verletzungsbedingt fehlten lediglich Khalid Boulahrouz, Roberto Hilbert sowie Ersatzkeeper Alexander Stolz. Sami Khedira, der später ins Training einstieg, nahm auf der Bank Platz.
Der eigentlich im beschaulichen Großaspach beheimatete amtierende Oberligameister, Regionalliga-Aufsteiger sowie WFV-Pokalsieger war für das große Spiel an den temporären Heimspielort Heilbronn ausgewichen, wo 15.000 Zuschauer das Frankenstadion komplett füllten.
Zwei SG-Chancen in der Anfangsphase
Eine erste kleine Möglichkeit für den VfB hatte in der dritten Spielminute Cacau, der nach einem Lanig-Anspiel gegen SG-Torhüter Kevin Kraus einen Schritt zu spät kam. Zwei Minuten später blieben die Gäste nur um Haaresbreite von einem frühen Rückstand verschont. Nach einem weiten Freistoß übersprang Fabian Aupperle die Verteidigung des VfB und köpfte die Kugel aus sieben Metern nur um Zentimeter am Pfosten des leeren Tores vorbei. Sonnenhof ließ den VfB das Spiel machen, dann unterlief Serdar Tasci ein Fehler im Zweikampf und Gegenspieler Nicolo Mazzola entwischte ihm. Aus halblinker Position schoss der flinke SG-Stürmer aufs Tor, doch auch dieser Ball ging glücklicherweise am langen Pfosten vorbei (10.). In der Anfangsphase kristallisierte sich schon die Schwere der ersten Hürde heraus. Großaspach bewies vor allem durch temporeiche Gegenzüge seine Gefährlichkeit. Ex-VfB-Spieler Hartmann hatte seiner Mannschaft eine beachtliche taktische Disziplin eingeimpft, fast jeder VfB-Angriff bleib vorerst im engmaschigen Abwehrnetz hängen. In der 23. Minute versuchte es dann einfach mal Timo Gebhart aus größerer Distanz, da das Kurzpassspiel kaum Erfolg brachte. Aus 19 Metern verfehlte er das Ziel nur knapp.
Der Schock in Minute 37
Für die rustikale Gangart gab es erste Verwarnungen von Schiedsrichter Michael Kempter. Denn zunehmend benötigten die SG-Spieler trotz zweier dicht stehender Viererketten Fouls, um den VfB zu bremsen, der inzwischen die Schlagzahl immer weiter erhöhte und gegen Ende des ersten Durchgangs zumindest eine optische Überlegenheit herausspielen konnte. In Minute 35 spitzelte Sebastian Rudy das Spielgerät nach Ballgewinn weiter an den startenden Ciprian Marica. Aber der Großaspacher Schlussmann warf sich gerade noch auf den freien Ball, nachdem seine Vorderleute in dieser Szene doch zweimal zu nachlässig agierten. Dann geschah doch das Schlimmstmögliche, der VfB geriet in Rückstand. Einen weiten Freistoß von Deiß verpasste Sonnenhofs Rehm noch vor dem Tor, und Aupperle stocherte den Ball auf die rechte Seite weiter, von wo der ehemalige VfB II Spieler und SG-Neuzugang Shaban Ismaili leichtes Spiel hatte und aus acht Metern zum 1:0 für den Underdog vollzog (37.). Erst zwei Minuten später schaffte es der VfB überhaupt, Sonnenhof-Schlussmann Kraus ernsthaft zu prüfen, als Cacau eine Träsch-Flanke per Kopf von der Strafraumgrenze aufs Tor brachte. Vor der Pause konnte der VfB keine weitere Antwort mehr geben und sammelte sich in der Kabine neu.
Der Kapitän brach den Bann
Unverändert ging es in die zweite Spielhälfte, doch die Unsicherheit blieb. In der 48. Minute brachte Christian Träsch Jens Lehmann in größte Bedrängnis, doch die Nummer eins erreichte den Fehlpass noch ganz knapp vor dem heranstürzenden Abedin Kasniqi. Auf der Gegenseite setzte sich Ciprian Marica in Szene, doch in der Mitte fand er bei seiner guten Hereingabe keinen Abnehmer. Es war der Kapitän, der die einzige Lücke fand. Einen kleinen Moment war Thomas Hitzlsperger in der gegnerischen Spielhälfte unbewacht, und er hielt aus knapp 30 zentralen Metern drauf. Über den machtlosen Kraus hinweg knallte der Ball von der Unterkante der Latte zum Ausgleich ins Tor. Der Treffer in der 55. Minute war eine Befreiung für die Spielerseelen, denn der VfB baute jetzt enormen Druck auf. Kevin Kraus rückte bei Abschlüssen von Cacau, Simak und vor allem Marica in der 60. Minute immer mehr in den Mittelpunkt. Der SG-Keeper musste in der 62. Minute erneut hinter sich greifen. Eine Ecke von Jan Simak von links flog bis zu Cacau, dessen Kopfball noch abgewehrt wurde. Der Ball kam zurück zum Nationalspieler, der knallhart abzog und die Kugel im linken oberen Toreck versenkte.
Entscheidung durch Joker Simak
Eine Minute später parierte Lehmann glänzend per Fußabwehr gegen Krasniqi, ehe Jan Simak für Klarheit sorgte. Er tanzte in der linken, äußeren Strafraumhälfte seinen Gegenspieler nach allen Regeln der Kunst aus und lupfte den Ball in hohem Bogen über den Torhüter hinweg an die Latte und von dort ins Ziel (1:3, 66.). Das Spiel war entschieden, das Tempo wurde spürbar geringer. Die Moral bei den wackeren Großaspachern, die von der Sensation gar nicht so weit weg waren, war gebrochen. Unbedrängt erzielte Jan Simak in der 88. Minute seinen zweiten Treffer. Nachdem er das 1:3 noch mit Gefühl erledigte, zog er zum Schlusspunkt aus 30 Metern brachial ab.