Mercedes-Benz Arena, 01.04.2009

Die Mercedes-Benz Arena im Windkanal

Ein Arbeitsmodell mit der erweiterten Dachkonstruktion im Maßstab 1:300 wurde dieser Tage im Windkanal der Wacker Ingenieure in Birkenfeld einem eingehenden Test unterzogen. Dabei wurden von den renommierten Spezialisten für Bauwerksaerodynamik anhand von bis zu 600 an der Dachober- und -unterseite des starren Modells angebrachten Messpunkten eine Fülle von Daten gesammelt, die es den Planern erlauben, die Konstruktion nach baulichen Erfordernissen, aber auch nach Komfort und Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

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Die gesamte Dachkonstruktion wurde so auf Windströmungen, mögliche Schwingungen, Sogwirkungen, Turbulenzen und Windlasten bemessen. Dabei setzten die Ingenieure das drehbare Modell einer Windstärke von in Böen bis zu 15 Metern pro Sekunde (54 km/h) aus. Gemäß strömungsphysikalischen Ähnlichkeitsgesetzen können die Messwerte dann auf die Bemessungsgrenzen hochgerechnet und verschiedene Wetterbedingungen wie Schneefall sowie alle denkbaren Spitzenbelastungen berücksichtigt werden.

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Die Versuche wurden unter Berücksichtigung des Standorts im NeckarPark und mit, sowie ohne Nachbargebäude simuliert, um alle Eventualitäten abzudecken.

Zusätzlicher Innenring der Dachmembran

In der letzten Bauphase nach der Absenkung des Spielfelds und dem Neubau der Untertürkheimer sowie der Cannstatter Kurve wird das Dach der Mercedes-Benz Arena an die neuen baulichen Erfordernisse angepasst. Hierzu wird ein zusätzlicher Innenring angebracht, so dass alle Zuschauer der VfB-Heimspiele vor Regen geschützt sind. Diese weitere Membran sorgt für veränderte Belastungen der vorhandenen Elemente, die, wie die gesamte charakteristische Dachhaut der Arena, 1993 im Vorfeld der Leichathletik-Weltmeisterschaft errichtet wurden. Wie vor mehr als 16 Jahren entwickelten die Tragwerksplaner von Schlaich Bergermann und Partner gemeinsam mit den asp Architekten auch die notwendige Erweiterung aus PVC-beschichtetem Polyestergewebe, mit der der Umbau der Mercedes-Benz Arena im Winter 2011 endgültig abgeschlossen wird.

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Auch vfbtv besuchte die Windkanalhalle der Wacker Ingenieure und ließ sich die Versuchsanordnung sowie andere Referenzmodelle erklären.

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