Testspiel, 19.07.2009

Zweiter Sieg blieb aus

Der VfB hat den Titelgewinn beim T-Home Cup in Gelsenkirchen verpasst. Bei dem Einladungsturnier inmitten der Saison-Vorbereitung verlor das Babbel-Team das sonntägliche Finalspiel gegen den Hamburger SV mit 0:3.
Für das Endspiel beim T-Home Cup setzte Cheftrainer Markus Babbel ausschließlich Spieler ein, die am gestrigen Halbfinaltag beim 1:0-Erfolg gegen den gastgebenden FC Schalke 04 nicht in der ersten Elf waren. Somit bekamen alle fitten Akteure des Lizenzspielerkaders die Chance, sich im Rahmen des hochkarätigen Mini-Tuniers zu präsentieren und zu empfehlen. Sein Gegenüber auf der Trainerbank, Neu-HSV-Coach Bruno Labbadia, tat es Babbel gleich und ersetzte etliche namhafte Spieler, die gestern den Finaleinzug perfekt machten, durch die zweite Garde.

Zwei HSV-Tore am Ende einer müden ersten Halbzeit

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In einer defensiv geprägten Anfangsphase, in der die Zuschauer in der Veltins-Arena nicht in den Genuss attraktiven Angriffsspiels kamen, ging keines der Teams ins Risiko. Eine Viertelstunde passierte auf dem Spielfeld bis auf einen Kopfball in der zehnten Minute von Collin Benjamin, der nach einem Eckball knapp über das Tor von Sven Ulreich ging, nichts Nennenswertes. Das Publikum musste sich schon selbst durch "La Ola" in Stimmung halten. Auf dem Feld gab es wenig Erwärmendes zu sehen. Absicherung bestimmte das Bild, Offensivaktionen wurden stets im Keim erstickt. Ein Ballverlust im Mittelfeld leitete die zweite Torchance überhaupt in Spielminute 24 ein, die Eric-Maxim Choupo-Moting hatte, der aber aus 19 Metern halbrechter Position das Ziel verfehlte. Doch eine Minute später war der Hamburger SV dann erfolgreich. Die VfB-Abwehr ließ bei einem Pass in die Nahtstelle eine Lücke, und Collin Benjamin erzielte von der Strafraumgrenze durch einen Schlenzer mit rechts ins lange Toreck die Führung für die Hanseaten. Nur drei Minuten später erlaubte sich der VfB auf der rechten Seite einen weiteren Schnitzer, den Jonathan Pitroipa schließlich im Zentrum nach einem missglückten Abwehrversuch von Ludovic Magnin zum zweiten Treffer für die Rothosen ummünzte. Nach 30 eher mäßigen Fußballminuten ging es beim Stand von 0:2 in die Kabinen.

Größte Chance des VfB für Bastürk

Die Führung gab dem HSV natürlich Rückenwind. In der 34. Minute schnappte sich Torschütze Pitroipa auf rechts den Ball und schloss den Alleingang aus 19 Metern Torentfernung ab. Dabei fand er aber in Sven Ulreich seinen Meister. Zwei Minuten später verfehlte Romeo Castelen das Ziel aus halber Distanz. Der VfB fand am zweiten Tag des Mini-Turniers nie richtig ins Spiel. Erst in der 39. Minute konnte Matthieu Delpierre mit einem Kopfball für etwas Gefahr für das HSV-Gehäuse sorgen. Aber der Versuch des Franzosen ging über die Querlatte. Die Begegnung behielt ihren trägen Charakter bei, da auch die Hamburger den nur kurzzeitigen, aber effektiven Vorwärtsdrang wieder spürbar zügelten. Die VfB-Spieler konnten auch in der Endphase einer Begegnung mit nur mäßigem Tempo keinen spürbaren Siegeswillen mehr entwickeln. Die größte Chance zu einem VfB-Tor hatte Yildiray Bastürk sechs Minuten vor Schluss, als er aus 13 Metern zentraler Position das Tor knapp verfehlte. Das I-Tüpfelchen für die Hamburger besorgte in der Schlussphase der eingewechselte Mladen Petric mit einem direkt verwandelten 20-Meter-Freistoß, den er über die Mauer unerreichbar für Sven Ulreich unter die Latte zirkelte.

Die Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Ulreich - Osorio, Niedermeier, Delpierre, Magnin - Hilbert, Schwarz, Elson, Didavi - Bastürk - Riedle

Hamburger SV: Hesl (49. Mickel) - Rincon, Demel (31. Boateng), Schulz, Benjamin - Castelen (49. Elia), Tesche, Taveres, Pitroipa - Choupo-Moting (31. Ben-Hatira, (60. Aogo)), Arslan (49. Petric)

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Auch vom zweiten Spiel des Vorbereitungs-Tuniers zeigt vfbtv eine Zusammenfassung im Videostream. Außerdem gibt es die Resümees nach der Partie.

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