Testspiel, 18.07.2009

Morgen im Finale

Der VfB hat das Halbfinale im T-Home Cup gegen den Gastgeber FC Schalke 04 knapp für sich entschieden und steht damit morgen im Endspiel des Mini-Turniers in der Gelsenkirchener Veltins-Arena. Nach zweimal 30 ereignisreichen Minuten war eine Spielszene entscheidend, die im Zusammenspiel mehrerer VfB-Youngster zum goldenen Tor durch Sebastian Rudy führte.
Schon bei der Aufstellung war ersichtlich, dass es VfB-Cheftrainer Markus Babbel in Gelsenkirchen nicht nur um die bloße Spielpraxis ging. Für den ernstzunehmenden Härtetest mitten in der Vorbereitung schickte er seine zu diesem Zeitpunkt effektivsten Spieler in den Ring.
Verzichten musste er dabei auf einige leicht angeschlagene Akteure, denen er eine Pause gönnte. Plangemäß stand Jens Lehmann an seiner alten Wirkungsstätte erstmals in der neuen Saison zwischen den Pfosten.

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Sein Ersatzmann Alexander Stolz laboriert derzeit zudem an einer Rückenblessur und ist mit Arthur Boka (Aufbautraining) und Jan Simak (Wadenverhärtung) zur individuellen Behandlung in Leogang geblieben. Thomas Hitzlsperger und Martin Lanig bildeten die bewährte Doppel-Sechs, und die Youngster Sebastian Rudy und Julian Schieber erhielten von Beginn an eine Chance.
Auch für den neuen starken Mann auf Schalke, Felix Magath, war es der erste ernstzunehmende Test und zugleich der erste Auftritt vor eigenem Publikum. Dementsprechend ging der Ex-VfB-Coach bei der Premiere in der Veltins-Arena keine Kompromisse ein und schickte ebenfalls seine zu diesem Zeitpunkt stärksten Spieler auf Feld. Die einzigen Neuzugänge in den Startformationen beider Teams waren Lewis Holtby und Jan Moravek auf Seiten der Knappen und Stefano Celozzi beim VfB.

Gebhart verpasste die Führung

Von Beginn an war es den Hausherren vorbehalten das Spiel zu machen. Für die gefährlicheren Szenen sorgte allerdings erst der VfB. Schon in den Anfangsminuten wurde Ciprian Marica zweimal mit einem Steilpass hervorragend in Szene gesetzt. Der Rumäne fand aber bei den Vorstößen keine Anspielstation für den Torabschluss. Auf der linken Seite erging es Sebastian Rudy nach tollem Einsatz und Ballgewinn ähnlich. Erst in der neunten Minute wagte in Person von Timo Gebhart ein Spieler den Torschuss, doch sein Versuch aus 18 Metern Entfernung passierte das kurze Lattenkreuz. In Minute elf zogen die Knappen nach. Ein Holtby-Freistoß aus dem rechten Halbfeld kam zu Marcelo Bordon, der den Ball per Kopf zu Farfan vor das VfB-Tor beförderte. Der verpasste aber einen wirkungsvollen Kopfballabschluss, sodass Jens Lehmann den Ball sicherte. Das Spiel war jetzt munter und ereignisreich. Denn schon im Gegenzug flankte Christian Träsch von rechts punktgenau auf den freien Timo Gebhart, der den Ball aus zwölf Metern aber am Tor vorbeiköpfte (12.).
Dann gab es einen Dämpfer für den VfB. Nach einem Zweikampf an der Strafraumlinie blieben Khalid Boulahrouz und Jefferson Farfan verletzt liegen. Während der Peruaner weitermachen konnte, musste Boulahrouz vom Platz gebracht und gegen Georg Niedermeier ausgewechselt werden (18.).
Die Knappen kamen danach immer besser ins Spiel. Nach Zusammenspiel von Kuranyi und Holtby in Minute 19 rettete Stefano Celozzi vor dem einschussbereiten Farfan in höchster Not, indem er den Ball gerade noch aus der Gefahrenzone drosch. Als der Ball sogar im Netz des VfB-Tores zappelte, glaubten viele der Zuschauer in der Arena bereits an eine Schalker Führung, doch Kevin Kuranyi hatte vor seinem 17-Meter-Torschuss den Ball mit dem Arm mitgenommen, und wurde vom aufmerksamen Schiedsrichter Winkmann dafür auch zwangsläufig verwarnt

Schalke machte Druck, Lanig verpasste den zweiten Treffer

Nach ungewohnten 30 Minuten wurden die Seiten gewechselt, doch am Spielgeschehen änderte sich erst wenig. Schon beim ersten Angriff der Königsblauen musste Serdar Tasci gegen den agilen Lewis Holtby zweimal in größter Bedrängnis klären und den Ball ins Toraus befördern. Aber dann schlug die Minute der Youngster des VfB. Nach einem Doppelpass von Christian Träsch mit Julian Schieber brach der Jung-Nationalspieler über rechts durch und passte scharf per Aufsetzer in die Mitte, wo die Schalker Innerverteidigung Sebastian Rudy aus den Augen verloren hatte. Der 19-Jährige traf aus zehn Metern aus vollem Lauf mit dem Kopf ins Tornetz (34.).
Die Führung gab den VfB-Spielern Sicherheit, während bei den Hausherren nicht mehr viel zusammen lief. Vielmehr verpasste es der VfB, aus den sich bietenden Chancen mehr Profit zu ziehen. Im Passspiel durch die Mitte blieb der Ball einige Male erst am letzten Abwehrbein hängen. Da die Knappen den Druck jetzt massiv erhöhten, blieb es den routinierten Abwehrrecken des VfB vorbehalten, Duftmarken zu setzen. Nach Westermann-Flanke rettete Serdar Tasci vor dem einschussbereiten Kuranyi (40.), und auch Jens Lehmann zeichnete sich einige Male aus. Rakitic schoss aus 18 Metern knapp über das Tor, Kuranyi köpfte daran vorbei (44./45.). Auf der Gegenseite scheiterte Julian Schieber mit einem Flachschuss an S04-Schlussmann Mathias Schober, der schnell genug unten war. Die größte Chance zum Ausgleich hatte indes der Neu-Schalker Holtby, der nach einer Rafinha-Flanke glänzend stand, aber den Ball beim Volleyschussversuch nicht traf (52.).
Fünf Minuten vor Schluss prüfte Thomas Hitzlsperger noch einmal Routinier Mathias Schober, der auf Nummer sicher ging und das Geschoss aus 20 Metern nur blockte. Der Abpraller fiel Martin Lanig vor die Füße, der den Ball aus zwölf Metern knapp über die Latte schoss. Auf beiden Seiten gab es dann noch weitere Hiobsbotschaften, denn sowohl Marcelo Bordon, als auch Julian Schieber mussten vorzeitig verletzt vom Platz.

Die Aufstellungen:

FC Schalke 04: Schober - Rafinha, Höwedes, Bordon (52. Zambrano), Kobiashvili - Moravek (47. Altintop), Westermann, Rakitic, Holtby - Kuranyi, Farfan

VfB Stuttgart: Lehmann - Träsch, Tasci, Boulahrouz (18. Niedermeier), Celozzi - Gebhart, Lanig, Hitzlsperger, Rudy - Schieber (53. Riedle), Marica

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vfbtv zeigt die Höhepunkte des Halbfinalspiels im T-Home Cup gegen Königsblau mit dem entscheidenden Treffer im Videostream und liefert die Stimmen.

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