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Offizielle Website des VfB Stuttgart
Der am 21. Dezember 1919 eingeweihte VfB Platz auf dem Cannstatter Wasen
Der VfB mit Brustring im Jahr 1925
Die Meisterelf von 1927
1929: Meister der Bezirksliga Württemberg

1914-1932

Die ersten Jahre des VfB

Der Aufschwung des VfB nach der Fusion wird durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs jäh unterbrochen. In den Jahren 1914 bis 1918 kommt der Spielbetrieb teilweise völlig – bis 1917 werden drei Viertel der Mitglieder zum Militärdienst einberufen – zum Erliegen oder ist nur eingeschränkt möglich. Am Ende des Krieges ist fast ein Sechstel der VfB Mitglieder gefallen. Die Rückkehrer – vielfach hochdekoriert und im Offiziersrang – bleiben dem Verein als aktive und passive Mitglieder verbunden. Der lokal auch als „Säbelesklub“ bezeichnete Verein sieht sich später selbst als „Hort nationaler Gesinnung“. Diverse Quellen wie Vereinspublikationen oder das Vereinslied weisen in der Folge zudem auf starke nationalistische sowie reaktionäre Tendenzen zumindest in der VfB Führung dieser Zeit hin. Im Jahr 1919 eröffnet der VfB eine durch zahlreiche Spenden der Mitglieder neu errichtete, vorbildliche Platzanlage auf dem Cannstatter Wasen. Diese wird im Jahr 1932 – entgegen der gültigen Rechtslage – von der Vereinsführung des VfB einer großen Propagandaveranstaltung der NSDAP zur Verfügung gestellt. Der daraufhin drohenden Platzkündigung durch die Stadt Stuttgart kommt der politische Machtwechsel zuvor.


Sportlich vollzieht sich beim VfB in dieser Periode der Aufstieg vom lokalen Spitzenverein zur festen Größe im süddeutschen Fußball. Mit Ausnahme der Spielzeit 1923/1924 spielt der VfB nach dem Ersten Weltkrieg konstant in der damals höchsten Spielklasse. Mit einer jungen Mannschaft, die seit Juli 1924 von Tom Hanney, dem ersten hauptamtlichen Trainer der Vereinsgeschichte trainiert wird, gelingt in der Spielzeit 1926/1927 die Meisterschaft in der Bezirksliga Württemberg-Baden. Dies ist der erste große Erfolg der Wasenelf, die seit dem Jahr 1925 mit dem roten Brustring aufläuft. 1929 wird der VfB mit dem ungarischen Trainer Lajos Nemes „Ludwig“ Kovacs Meister der Bezirksliga Württemberg und zieht in die Süddeutsche Endrunde der Spielzeit 1929/1930 ein, die er auf dem 5. Platz beendet.